
Die Grünen verweigern dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzespaket zur Senkung der Spritpreise in seiner derzeitigen Fassung die Zustimmung. Parteichefin Leonore Gewessler sprach bei einer Pressekonferenz von Vorschlägen, die „nach Pfusch“ aussähen. Kern der Kritik ist die geplante Reduktion der Treibstoffmargen um fünf Cent je Liter: Es sei nicht gewährleistet, dass Mineralölunternehmen die Kürzung nicht vorab auf den Preis aufschlagen und damit die beabsichtigte Entlastung für Konsumentinnen und Konsumenten ins Leere läuft. Gespräche mit der Regierung wollen die Grünen dennoch fortsetzen.
Für die im Paket vorgesehene Margenbegrenzung ist im Nationalrat eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Damit braucht die Regierung entweder die Stimmen der Grünen oder der FPÖ. Gewessler betonte, ihre Partei verwehre sich einem Eingriff in die Margen grundsätzlich nicht. Sie unterstütze auch das Ziel, jene stärker zu belasten, die im Zuge des Nahostkonflikts überproportional von gestiegenen Energiepreisen profitiert hätten. Das vorliegende Modell stelle aber aus Sicht der Grünen nicht sicher, dass solche Krisengewinne tatsächlich abgeschöpft werden.
Über das konkrete Spritpreispaket hinaus übte Gewessler grundsätzliche Kritik an der aktuellen Energie- und Verkehrspolitik. Die Regierung verfestige in der aktuellen Lage die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, sagte sie. Als Beispiele nannte die Parteichefin die Verteuerung des Klimatickets, die Streichung von Förderungen für den Kauf von Elektroautos sowie erhöhte Steuern auf E-Fahrzeuge. Damit dränge die Politik viele Menschen in eine „fossile Preisfalle“, weil klimafreundliche Alternativen relativ unattraktiver würden.
Aus Sicht der Grünen fehlt zudem eine belastbare Strategie für den Ausbau der heimischen Energieproduktion, um besser für kommende Versorgungskrisen gerüstet zu sein. „Wir brauchen jedes Windradl und jede Photovoltaikanlage, die wir kriegen können“, sagte Gewessler. In Bundesländern wie Kärnten, Salzburg oder Oberösterreich werde der Ausbau erneuerbarer Energien aber offensiv behindert, während gleichzeitig über die Abhängigkeit von fossilen Importen geklagt werde. Die Grünen wollen die schleppende Entwicklung bei Wind- und Solarprojekten daher in einer Aktuellen Stunde im Parlament auf die Tagesordnung setzen.

CSU-Chef Markus Söder erhöht den Druck auf die schwarz-rote Koalition in Berlin und verlangt ein deutlich höheres Reformtempo. Angesichts der geopolitischen Lage und einer veränderten Weltwirtschaft sei die Situation „so ernst wie nie“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem Magazin...

Chatbots mit Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT oder Gemini sind für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland innerhalb kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Das geht aus einer neuen Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums...

Delivery Hero verschlankt sein globales Portfolio und verkauft sein Essensliefergeschäft Foodpanda in Taiwan für 600 Millionen US‑Dollar in bar an Grab Holdings Limited. Wie der in Berlin ansässige Konzern mitteilte, soll der Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026...

Teils freigelegter Seegrund am Bodensee, eingeschränkter Schiffsverkehr auf dem Rhein: Bilder aus den vergangenen Jahren haben deutlich gemacht, dass Wasserknappheit längst kein fernes Phänomen mehr ist. Auch in Deutschland können Trockenperioden die Pegel von Flüssen und Seen zeitweise so...

In Ostdeutschland wachsen Angebot und Aufmerksamkeit für alkoholfreie Weine und Sekte, doch die Branche bleibt gespalten. Während große Marken wie Rotkäppchen-Mumm in alkoholfreien Schaumweinen einen zentralen Wachstumstreiber sehen, sprechen viele Weingüter weiterhin von einem Nischenmarkt....